Wer hat das Klavier erfunden?
Klaviaturen gibt es schon mindestens seit dem 12. Jahrhundert. Nur spielte man damit nicht ein Klavier, sondern eine Orgelmit Pfeifen. Diese Klaviaturen waren anfänglich einfacher als die heutigen. Sie hatten beispielsweise bei den tiefsten Tönen keine schwarzen Tasten.
Schon seit dem 15. Jahrhundert gibt es das Cembalo, sprich: Tschembalo. Es sieht außen aus wie ein Klavier, drinnen verbirgt sich aber eine andere Mechanik. Die Saiten werden nicht angeschlagen, sondern mit einem Federkiel gezupft. Das ergibt einen anderen Klang als beim Klavier. Etwa gleich alt ist das Spinett, benannt nach dem italienischen Erfinder Giovanni Spinetti. Spinette sind kleiner und leiser als Cembalos. Die Technik ist jedoch dieselbe. Oft benutzten Musiker ein Spinett zu Hause zum Üben.
Das Klavier, wie wir es heute kennen, hat der Italiener Bartolomeo Cristofori erfunden. Er lebte im 17. Jahrhundert am Hof in Florenz. Er erfand die Hammermechanik, deshalb nennen das die Fachleute auch Hammerklavier. Dadurch konnte man durch schwaches Anschlagen leise Töne spielen, durch starkes Anschlagen laute Töne. Da zudem viele Töne durch mehrere Saiten erzeugt werden, gibt es durch die Fusspedalen weitere Spielmöglichkeiten.
Die Eigenschaften leise und laut nennt man in der Musikwelt auch „piano“ für leise und „forte“ für laut. Daher kommt auch die Bezeichnung Piano oder Pianoforte für das Klavier. Es kann ja leise oder laut spielen.